Zentrales Thema des Dramas "Die Räuber" sind Recht und Gerechtigkeit.
Mit diesem "Gerichtsprozess-Spiel" sollten die Schüler durch die "spielerische Umsetzung" den Inhalt des Dramas besser verstehen. Zum Ende der Behandlung "Die Räuber" erarbeiteten sie in Gruppen die Rollenbiografien des Karl, Franz und Maximilian Moor.
Â
Als Angeklagte (jeweils als gute und böse Seite) sollten sie sich vor einer göttlichen Instanz rechtfertigen und ihr Leben und Tun selbstkritisch reflektieren.
Nach einer Befragung der Angeklagten und der anschließenden Beratung wurde das Urteil verkündet. Dabei traf Franz die Hauptschuld, weil er aus niederen Beweggründen seinen Bruder vernichten wollte und dabei nicht vor Vater- und Brudermord zurückschreckte und dies auch bewusst plante. Trotzdem war keiner der Angeklagten frei von Schuld, denn bilanzierend stellten die Schüler fest, dass beide Brüder wussten, dass sie Unrecht getan haben, dass der Vater durch seine Erziehung dazu beigetragen hatte und dass es die Umstände der Zeit waren, welche die Handlung so ereignisreich vorangetrieben hatten.
Der Rückblick auf die historischen Umstände und auf die gesellschaftlichen Fesseln bzw. Schranken der damaligen Zeit stimmte das Gericht dann doch milde, es gab sich mit - durch die Angeklagten gemeinschaftlich gebackenen - Muffins zufrieden. Dies war der abschließende Urteilsspruch.
Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Quelle: "Gerichtsprozess- Spiel" Übersicht: Unterrichtsprojekte Deutsch
http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/deutsch/projekte/dramatik/raeuber/spiel/index.html
| < Zurück | Weiter > |
|---|

Gut gemacht, Simon.









